2015

12. und 13.09.2015 - Schon war er wieder heran, der letzte große Fahrtag im Jahreslauf des Vereins: der Tag des offenen Denkmals. Und dieses Mal bei schönem Spätsommerwetter und mit Schützenhilfe durch das gleichzeitig auf dem Wilden Robert sattfindende Festwochenende "130 Jahre Oschatz-Mügeln" inklusive IK-Einsatz. Da konnte sich auch die Feldbahn nicht über Besucher- bzw. Fahrgastmangel beklagen. Für die Fotofreunde gab es schöne Motive mit der IK vor der Verladerampe, von der aus sich sowohl die Schmalspur- als auch die Feldbahnzüge (sogar gleichzeitig!) fotografieren ließen. Die Brechervorführungen waren wie immer "brechend voll" und eine kleine Ausstellung historischer Traktoren am Bahnhof Glossen aus der Sammlung eines Vereinsmitgliedes setzte einen zusätzlichen Akzent.
Übrigens wird die IK auch am nächstjährigen Denkmaltag wieder "Zubringerdienste" nach Glossen leisten.

 

09.2015 - Inzwischen wurde die Baugenehmigung für die neue Halle in Glossen erteilt und der Rohbau oder auch das Gerippe errichtet. Die Vorbereitung des Planums und den Aufbau hat dankenswerterweise die in der Region bekannte Firma Höptner Straßen- und Tiefbau übernommen. Als Nächstes muss nun die Dachhaut aufgebracht werden, was die Vereinsmitglieder selbst übernehmen.

 

06.2015 - Der schon vor gut 10 Jahren aufs Papier gebrachte, geschlossene Vierachser ist nun im Bau. Er wird dringend für Fahrten bei unsicherem Wetter benötigt. Dank einer befreundeten Metallbaufirma aus Dresden-Kaditz entsteht momentan das stählerne Gerüst des Wagenkastens. Als Drehgestelle dienen zwei von einem Vereinsmitglied zur Verfügung gestellte Loren, die einst in Raubling einen Torfwagen trugen, aber unverkennbar aus Kipploren umgebaut wurden.

 

April bis Mai 2015 - Im März erhielt der Verein das Angebot, eine Halle - eigentlich eher ein Flugdach - sehr günstig aus einer Firmenauflösung zu erwerben. Es bestand schon lange der Plan, eine ausreichend große Abstellhalle auf dem Glossener Gelände zu errichten, nur scheiterte er bisher am fehlenden Baukörper. Das Angebot war daher ein Glücksfall, allerdings mit dem Haken, dass die Halle in der Nähe von Bernau bei Berlin abzubauen war. Aber was soll's, wenn es bezahlbar bleibt, lohnt sich auch der Aufwand. Also fanden im April insgesamt vier Vor-Ort-Einsätze statt, bis alles fein säuberlich demontiert und verladebereit gestapelt war. Ein günstiger Speditionstransport brachte die Großteile wie Dachbinder, Säulen und Fundamente nach Glossen, die Dachhaut und Holzteile wurden in zwei Transporter-Fuhren heran gebracht. Zusätzlich zum Hallenmaterial konnte noch die Trapezblech-Haut eines ca. 50m langen, benachbarten Flugdaches geborgen werden.
Inzwischen lagert das Material geschützt im Vereinsgelände und wartet auf den Wiederaufbau. Die Bauvoranfrage wurde bestätigt, so dass diesem keine ernsthaften Hindernisse mehr im Weg stehen.

 

6./7.06.2015 - Der neu ins Leben gerufene Techniktreff hatte mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Die Zahl der teilnehmenden Fahrzeuge war - dem Wetter geschuldet - recht überschaubar. Auf 34°C am Samstag folgte ein verregneter Sonntag, was die Traktorenbesitzer aus der Region offensichtlich trotz erfolgter Zusage von einer Teilnahme abhielt.
Andererseits führte eine zum 1.April (Ein Schelm, wer Arges dabei denkt!) erfolgte Gesetzesänderung im Hinblick auf die TÜV-Pflicht bei Kurzzeitkennzeichen zum Fernbleiben vieler LKW-Oldie-Freunde.
Derartige Veranstaltungen erfordern offensichtlich in Zukunft noch mehr organisatorischen Aufwand.
Den Besuchern, von denen viele mit der Döllnitzbahn anreisten, wurde trotzdem Technik zum Staunen angeboten: das Starten eines 80 Jahre alten Dieselmotors von Hand ist zum Beispiel schon etwas Besonderes!

24. und 25.05.2015 - Obwohl es in diesem Jahr zu Pfingsten kein Steinbruchfest gab, konnte sich die Feldbahn nicht über mangelnde Fahrgastzahlen beklagen. Einige wenige Besucher allerdings fuhren nicht mit, sondern verärgert wieder weg, weil "Nichts los" war und sie das Steinbruchfest erwartet hatten. Dafür gibt es nun zwei Wochen später am 6. und 7. Juni den Techniktreff bei der Feldbahn und das Sommerfest der Gemeinde.
Zum Technkitreff hat sich die Feldbahn zu ihr passende Oldtimer der Straße wie alte Traktoren und Lastwagen eingeladen.
Auf Grund der zeitweiligen "Fahrgastspitzen" kam auch der dritte Zug mit dem Ns2f-Cabrio zu Einsatz. Offen zu fahren macht bei schönem Wetter auch dem Personal erkennbar Spaß.
Besonders gefreut haben sich die Vereinsfreunde über den Besuch einer Gruppe von Mitgliedern der "
Southern Locomotives Limited", einer Vereinigung von Eisenbahn-Enthusiaten aus der südenglischen Grafschaft Kent. Auch wenn diese deutlich größere und elegantere Lokomotiven als die Feldbahner wieder zum Leben erwecken und am selbigen erhalten, so zeigten sie sich doch an der kleinen Bahn sehr interessiert und zollten der hier geleisteten Arbeit Respekt. Das Abschiedsfoto im Zug zeigt die gute Stimmung der Gäste.

 

03.2015 - Für den 29.03.2015 hatte sich das Eisenbahnmuseum Leipzig mit einem Sonderzug und 150 Gästen in Glossen angesagt. Das war durchaus eine Herausforderung für den Verein, denn ein Feldbahnzug fasst nur 20 Personen. Aber das Museum ist zu Fuß vom Bahnhof aus schnell erreichbar und konnte einen Teil der Gruppe aufnehmen. Einen weiteren lud vorerst das Vereinslokal "Zur Kipplore" zum Verweilen ein. Trotz des leider überwiegend regnerischen Wetters waren die beiden, ununterbrochen fahrenden Züge der Feldbahn immer gut besetzt. Auf dem "Cabrio" musste sich sogar das Personal mit Schirmen schützen. Die bahninteressierten Gäste ließen sich vom Regen nicht abschrecken und machten den Besuch in Glossen zu einem schönen Erlebnis.

 

02.2015 - Eine typische Winterarbeit ist die Gewinnung von Brennholz. Diesmal konnte ein kompletter, stilechter Holzzug gebildet werden. Ein für den Arbeitseinsatz angemieteter Holzspalter mit Profi-Qualität erleichterte die Arbeit ungemein. Es fehlte nicht an Freiwilligen, die gesamte Ladung in kesseltaugliche Scheite zu zerlegen, nachdem sie zuvor mit dem "Waldmoped" auf passende Länge geschnitten wurde.
Außerdem musste ein großer Eichenast abgesägt werden, der trocken wurde und quer über dem Lokschuppenvorfeld hing.