Aktuelles / Vereinsleben
Dezember 2025
Da niedrige Temperaturen
beim Gleisbau eher förderlich als störend sind, wurde
dieser auch im Dezember fortgesetzt.
So konnte
das Abstellgleis neben der großen Halle in die endgültige
Position gebracht, geschottert und mit einem Prellbock aus Schwellen
versehen werden.
In Vorbereitung der nächsten
Gleisbauarbeiten an der Strecke wurden eine Reihe von Kipploren
mit dem bereitliegenden Schotter gefüllt, wobei eine extra
dafür gebaute, mobile Hilfseinrichtung dafür sorgte,
dass nichts neben die Loren fiel. Die bis zu zwölf Wagen
umfassenden Rangiereinheiten boten ein beeindruckendes, für
Glossen eher untypisches Bild und ließen sich natürlich
nur im weitgehend ebenen Bereich am ehemaligen Abbau sicher bewegen.

Oktober/November 2025
Im Oktober wurden die
Gleibauarbeiten auf der Strecke neben dem Döllnitzbach weitergeführt.
Dank der regen Teilnahme an diesen Arbeiten konnten pro Wochenendeinsatz
bis zu zwei Joche erneuert werden.
An der Abstellhalle
wurden die Anstricharbeiten weitergeführt. Die Tore werden
im nächsten Frühjahr von ihren "Kunstwerken"
befreit und im vorhandenen, DDR-typischen Grünton lackiert.
Die Fahrzeuginstandhaltung wird parallel zu den anderen
Arbeiten fortgeführt. Aktuell muss die Kupplung im Getriebe
der Lok 2 instandgesetzt werden. Dabei bot sich die Gelegenheit,
auch den Motor von Schmutz und Ölrückständen zu
befreien.
Auf Einladung der Feldbahn
des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz-Hilbersdorf ging
das "Kamel" auf die Reise dorthin, um an den Technik-
und Feldbahntagen am 1. und 2.11.2025 teilzunehmen. Es handelt
sich dabei um die O&K-Lok
Nr. 2063 vom Typ
H1, die als Besonderheit bereits seit 1933 einen Austauschmotor
besitzt. Für dessen Einbau wurde der Vorderteil der Motorhaube
erneuert, was ihr einen "Höcker" verleiht, daher
der Spitzname. Die Lok wude in Hilbersdorf ausgestellt und kam
vor verschiedenen Zügen zum Einsatz, wobei sie durch ihren
besonderen Klang beeindruckte. Sie hat keinen Schalldämpfer
und nur ein ca. 30cm langes, gerades Auspuffrohr nach der Seite.
So war sie zum Ende ihres Arbeitslebens auf Schweizer Baustellen
im Einsatz. In Chemnitz wurden verschiedene, sehr interessante
Loks im Betrieb vorgeführt.
September 2025
Natürlich gab es
auch in diesem Jahr das traditionelle Fahrtags-Wochenende anlässlich
des internationalen Tages des Denkmals bei der Glossener Feldbahn.
Der
"Wilde Robert" brachte mit dampf- und dieselbespannten
Zügen Fahrgäste nach Glossen. Der Eimerkettenbagger
und der große Steinbrecher wurden im Betrieb vorgeführt
und eine Reihe der Museumsfahrzeuge bekam die Gelegenheit, mit
tuckerndem Motor durch das Gelände der Anlage zu fahren,
so auch die grüne DIEMA DS12, die zur Erstausstattung der
Glossener Feldbahn aus dem Jahr 1942 gehört und momentan
als Gast hier im Museum steht. Als besondere Besucher konnten
die Freunde des Vereins Historische Nutzfahrzeuge e.V. Hartmannsdorf mit ihren sehenswerten Oldtimern
der Straße begrüßt werden, die ihre Herbstausfahrt
nach Glossen führte. Sie brachten u.a. einen Neoplan-Bus
auf W50-Fahrgestell mit, letzter Hinterbliebener eines geplanten
Joint-Ventures aus den achtziger Jahren, das durch den Fall der
Mauer nicht mehr umgesetzt wurde. Die Fahrzeugparade war ein zusätzlicher
Blickfang für die Feldbahnfahrgäste.

August 2025
In diesem Sommer wurden
in zwei Arbeitswochen die erforderlichen Gleisinstandsetzungen
weitergeführt. Auch wenn das Gleis noch stabil liegt, ist
ein Austausch der alten Holzschwellen erforderlich. Dazu wurde
der erprobte Oberbau in Form von Gleisjochen mit verschweißten
Dachschwellen aus Stahl gewählt. Dank vorhandener Alttechnik
kommen Vibrostopfer zum Einatz, bei aller Erleichterung gegenüber
der Stopfhacke im prallen Sonnenschein aber immer noch kein Zuckerschlecken.
Von den im letzten Jahr erworbenen, achslosen Kipploren konnten
zwei mit wenig Aufwand zu Querkippern umfunktioniert werden, mit
denen die Verteilung des Schotters sehr erleichtert wurde. Schweißen
kann man übrigens auch unter dem altbrauchbaren Partyzelt,
um nicht von Sonne und Lichtbogen gleichzeitig gebrutzelt zu werden...
Nachdem sich beim Kipploretreffen gezeigt hatte, dass
das Rangieren der Museumsloks vor der Abstellhalle ohne Weichenstellböcke
und allein mit der Brechstange auf Dauer keine Lösung ist,
wurden die Weichen mit Stellböcken versehen. Außerdem
wurde der Bau des rechten Abstellgleises neben der Halle vorbereitet,
auf dem in Zukunft Loren unter einem Schleppdach geschützt
abgestellt werden sollen. Während des Hallenbaus war dort
Erdaushub in mehreren Hügeln abgelegt worden, der nun mit
Hilfe des Radladers einer befreundeten Firma entfernt werden konnte.
Dieser kommt einem in Anbetracht der hohen Vegetation schon fast
verloren vor, hat sich aber erfolgreich dagegen durchgesetzt.

Juli 2025
Die Instandhaltung der
Gleisanlage ist inzwischen zu einer der wichtigsten und ständig
anstehenden Aufgaben der Feldbahner geworden. So rückt der
Bauzug aus, um punktuell Schwellen zu wechseln. Dieses Mal war
das unterhalb der Brecherbrücke erforderlich. Bei solchen
Aktionen ist aus verschiedenen Gründen gute, alte Handarbeit
unumgänglich. Der Zug versteckt sich dabei fast hinter der
üppigen Vegetation.
Für die Abstellhalle
wurde entschieden, sie mit einer stabilen Fassadenfarbe zu versehen,
um sie besser gegen Witterungseinflüsse zu schützen.

Anfang des Monats kam
eine Gruppe besonderer Besucher zur Glossener Feldbahn: die Droyssiger Bärenbahn. Sie betreibt eine Feldbahn in Spur 10 (260mm),
die ihrem eigentlichen Zweck, dem Material- und Erdtransport,
dient und doch gleichzeitig eine Modellbahn ist. Das ist eine
bemerkenswerte und sehr seltene Kombination.
Das
Wetter brachte den lange erhofften Regen, für die Gäste
allerdings zur Unzeit. Aber wie schon öfter praktiziert,
wurden mit Hilfe von Regenschirmen "gedeckte" Wagen
geschaffen und im Museum war es ohnehin trocken. Dort zeigten
sich die Besucher als interessiertes und sachkundiges Publikum.

Juni 2025
Ende Juni besuchte die
große Gruppe der Kita "Sonnenblume" aus Mügeln
die Glossener Feldbahn, was inzwischen schon zu einer Tradition
geworden ist. Die Begeisterung und das Interesse der Kinder waren
groß, was auf mögliche neue Vereinsmitglieder in ca.
10 Jahren hoffen lässt.

Mitte des Monats fand
in der Feldbahnschauanlage Glossen das 16. Kipploretreffen
statt. Initiator dieses jährlich stattfindenden Treffens
ist das Internetforum www.kipplore.com.
Traditionell bringen die Teilnehmer
dazu gern eigene Fahrzeuge mit, um bei den Gastgebern des Treffens
damit zu fahren, Hobbyfreunde zu treffen und sich auszutauschen.
In Glossen nahmen insgesamt ca. 70 Gäste mit
ca. 10 Gastfahrzeugen teil.
Bei den Kipploretreffen
geht es immer sehr familiär und ungezwungen zu, auch Camping-Feldbahn-Freunde
nehmen daran teil. Als besonderen Service konnte die Glossener
Feldbahn den Autokran eines befreundeten Unternehmens anbieten,
um die Gastfahrzeuge ab- und aufzuladen.


Die präsentierten
Fahrzeuge sind sehr vielfältig und meist eher leicht, zu
erheblichen Teilen serienmäßig hergestellte Loks, aber
auch Eigenbauten.
Sie wurden in mehreren
Paraden präsentiert.

Für die Gäste
wurden natürlich sowohl der Steinbrecher als auch der Eimerkettenbagger
im Betrieb vorgeführt.

Da während des Betriebes
eine Weiche beschädigt wurde, konnte die Reparatur sofort
und feldbahntypisch ausgeführt werden.
Der "Wilde Robert"
fuhr am Samstag einen Foto-Sonderzug, wudurch schöne Motive
in Glossen möglich wurden.

Gleichzeitig mit dem Kipploretreffen
fand das diesjährige Glossener Dorffest statt, das neben
großartiger Stimmung auch ein sehr schmackhaftes Angebot
an Speisen und Getränken bot, welches von den Feldbahnfreunden
gern und ausgiebig genutzt wurde. Als besondere Attraktion stand
ein Autokran bereit, die Besucher in einem Korb auf ca. 60m Höhe
zu heben, was einen beeindruckenden Rundblick über das Dorf,
den Bahnhof und die Umgebung bot.


Nach über 20 Jahren
kam die einstmals in Glossen in Betrieb stehende DIEMA DS12 des
Feldbahnmuseums Herrenleite erneut auf Besuch hierher.

Das Aufräumen nach
dem Fest konnte durchaus noch einmal herausfordernd sein...
Das diesjährige Pfingsfest
war geprägt von für diese Jahreszeit zu kaltem und unbeständigem
Wetter. Dennoch fanden sich erfreulich viele Besucher bei der
Feldbahn ein. Sie wurden unter anderem mit der engagierten Vorführung
verschiedener Loks aus dem Feldbahnmuseum unterhalten. Auch kam
die Akkulok vom Typ 360 erstmals zu ihrem geplanten Einsatz: sie
rangierte im Museum.
Auch die Modellbahner des
MEC Saxonia hatten ihre Räume für Interessierte geöffnet
und zeigten Ihre sehr detailgetreu gestaltete Anlage.

April 2025
Das Osterfest war wie
in jedem Jahr der Saisonbeginn für die öffentlichen
Fahrtage in Glossen. Die Besucherzüge rollten dabei durch
die erblühende Natur, deren Wachstum in den warmen, letzten
Tagen zuvor einen erheblichen Schub erfahren hatte.
Am
ehemaligen Glossener Gasthof "Weißes Roß",
der heute u.a. das Vereinslokal der Feldbahn beherbergt, hatten
der Heimatverein und die Landfrauen Glossen für einen einladenden
Osterschmuck gesorgt.

Zu Monatsbeginn fand in
Glossen das "Ostsächsische Feldbahntreffen" statt,
dass vor vielen Jahren von Manfred Werner in Löbau ins Leben
gerufen wurde. Die Teilnehmer waren Feldbahnfreunde aus der weiteren
Region und nicht nur aus Ostsachsen, so waren auch das Vogtland
und Südbrandenburg vertreten. Die überschaubare Zahl
der Gäste fand in zwei Zügen Platz und wurde zuerst
mit der Anlage bekannt gemacht, die die meisten aber schon kannten.
Dazu gehörte auch die Vorführung des Eimerkettenbaggers
und des Steinbrechers. Danach bestand die Möglichkeit, die
Anlage mit eigenen Fahrzeugen zu bereisen. Da davon aber nur zwei
angereist waren - eine "Schienen-Schwalbe" und ein Spoorijzer
RT8 - wurden einige der O&K-Loks eines Vereinsmitgliedes in
Betrieb gesetzt. So kam am Ende auch eine kleine Fahrzeugparade
zustande. Für einige der Teilnehmer, die in Glossen übernachteten,
gab es zum Abschluss noch einen zünftigen Grillabend bei
kühlen Temperaturen.

März 2025
Häufig erreichen
die Feldbahn Glossen Anfragen von Gruppen für Sonderfahrten.
So kamen im März "Die unzertrennlichen Ex-FGBler-Eltern"
einer ehemaligen Abiturklasse aus dem Leipziger Raum und Wartburg-Freunde
aus der Region Bitterfeld zu Besuch, zweitere natürlich mit
ihren Fahrzeugen.
Das "Ausrangieren"
einer Lok aus dem Museum geschieht feldbahntypisch per Hand und
Regenschauer beeinträchtigen den Fahrspaß kaum.

In Vorbereitung der Fahrsaison
sind umfangreiche Arbeiten im Gelände und an der Gleisanlage
erforderlich. So müssen u.a. morsch gewordene Schellen getauscht
werden. Dazu rückt stilecht der Bauzug aus.

Weiterhin müssen
die Beseitigung des allgegenwärtigen Laubes abgeschlossen
und die Vegetation zurückgeschnitten werden. Trotz des vorhandenen
Laubsaugers bleibt noch genug Handarbeit übrig.

Ende letzten Jahres konnte
nach langen Bemühungen ein neuer Akkusatz für die B360
eines Vereinsmitgliedes beschafft werden. Akkumulatoren dieser
Art für den Hobbybetrieb günstig zu bekommen, ist nicht
so einfach, aber Versuche mit LKW-Batterien als Ersatz waren nicht
erfolgreich. Nun kann die im WISMUT-Betrieb BBA Aue gebaute, schon
lange restaurierte Lok für ihren vorgesehenen Einsatzzweck
fertig gemacht werden: abgasfreie Rangierlok im Feldbahnmuseum.

Februar 2025
Das Gelände der Feldbahn
Glossen besteht zu erheblichen Teilen aus Abraumhalden, die im
Rahmen der ständig wechselnden, früheren Abbauorte aufgeschüttet
wurden. Deren Hänge werden durch Wind und Wetter sukzessive
abgetragen und die dort wachsenden, zum Teil sehr hohen und alten
Bäume verlieren ihre Stabilität. Um Gebäude und
Schienenwege zu sichern, sind daher Fällungen zunehmend notwendig
und wenn es Birken betrifft, auch im Sinne der Erneuerung des
Waldes.
Aktuell gefährdete allerdings eine
ca. 25m hohe Wildkirsche das Brechergebäude, was in den letzten
Jahren schon mehrfach Schäden durch umgestürzte Bäume
erlitten hatte, siehe Februar 2024. Auf Grund der zu erwarteneden
Fallrichtung wurde sie durch ein kräftiges Stahlseil nach
der Seite gespannt. Trotz sachkundigen Vorgehens beim Fällen
fiel sie haarscharf am Brechergebäude vorbei, beschädigte
aber lediglich das Brückengeländer. Grund für das
Fast-Unglück war, dass der Baum innerlich verfault und hohl
war, ohne dass man das äußerlich erkennen konnte. Dadurch
fiel er viel eher, als das durch die Sägeführung zu
erwarten gewesen wäre. Man ist eben beim Baumfällen
nie vor Überraschungen gefeit.
Im Jahr 2022 kam eine
kleine O&K-Diesellok vom Typ MDM in die Sammlung eines Vereinsmitgliedes
in Glossen. Sie hatte vorher Jahrzehnte lang als Ausstellungsstück
in einem italienischen Eisenbahmuseum ihr Dasein gefristet und
dabei im Freien gestanden. Entsprechend war ihr Zustand. Vom Äußeren
abgesehen mussten der Motor und das Getriebe instandgesetzt und
die Spurweite inkl. Bremsumbau von 500 auf 600mm geändert
werden.
Das Getriebe hatte das typische Konuskupplungs-Problem:
Glocke und Konus waren verklebt, ließen sich aber mit ein
paar gezielten und angemessenen Hammerschlägen lösen.

Januar 2025
In vielen Vereinen wird
über fehlenden Nachwuchs und die Scheu, Verantwortung zu
übernehmen, geklagt. Davon ist die Feldbahn Glossen nicht
betroffen, wie die im Januar erfolgte Vorstandswahl gezeigt hat.
Sie wird gemäß Statut aller zwei Jahre
abgehalten. Diesmal bot sich die Gelegenheit, mit dem schon länger
angestrebten Generationswechsel zu beginnen. Dazu muss aber erst
einmal eine nächste Generation vorhanden und verantwortungsbereit
sein, was in Glossen glücklicherweise der Fall ist.
So
konnte der seit fast 20 Jahrem amtierende Vorsitzende Matthias
Richter den Staffelstab an seinen neugewählten Nachfolger
Raimund Däbritz aus eben jener Generation übergeben.
Für die nächsten Jahre ist eine weitere Verjüngung
des Vorstandes geplant.
Auch im neuen Jahr wird erheblicher
Aufwand bei der Entfernung von Totholz entstehen, um das Vereinsgelände
zu sichern. So wurden schon zu Jahresbeginn zum Teil noch stehende,
aber bereits gestorbene Bäume entsprechend vorsichtig gefällt
und zu Feuerholz verarbeitet.
Chronik der
vergangenen Jahre
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